Page 125 - Dähne Corporate Publishing - Leseprobe Gardena
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Ziel ist die Marktführerschaft
Das Führungsteam der Gardena Division umfasst „altge- na-Umsatzes werden derzeit in Europa erzielt, davon der
diente“, erfahrene Führungskräfte wie Tobias M. Koerner größte Teil in der DACH-Region sowie in Benelux. Die
(Vertrieb) und Reinhard Pompe (Produktmanagement Abhängigkeit von diesen Ländern und damit dem sai-
und Entwicklung), aber auch neue Mitglieder wie Wolf- sonalen Wetterverlauf in Zentraleuropa ist offensichtlich.
gang Engelhardt (Operations). Außerdem ist das Team Er habe große Erwartungen, was die Entwicklung
internationaler mit Laurent Van Hoestenberghe aus Bel- von Gardena betreffe, sagt Kai Wärn bei der Einweihung
gien (Marketing) und Terry Burke aus England (Finanzen der neuen Logistikhalle in Ulm Mitte April 2015. Ulm ist
& Controlling). für ihn nicht nur deshalb wichtig, weil hier der Sitz der
Die Vision für Gardena ist, bis 2020 die Marktfüh- Gardena-Division ist. Die Donaustadt wird darüber hin-
rerschaft und die Stellung einer „Must-have“-Marke bei aus auch zum europäischen Husqvarna-Drehkreuz be-
den Zielkundengruppen zu erreichen. Vier strategische fördert. Neben den Gardena-Produkten treten auch die
Stoßrichtungen sind dafür umrissen: Regionale Expan- aller anderen Husqvarna-Marken von hier ihre Reise in
sion, Operative Exzellenz, Stärkung der Marke und Mul- den Großteil Europas an.
ti-Kanal-Vertrieb. Im Kurzfristbereich werden dafür et- Die Karten sind in den vergangenen Jahren neu ver-
was kernig fünf „Must-win battles“ für die Division Gar- teilt worden und Gardena hat letztendlich von der Neu-
dena festgelegt. Es sind dies erstens mehr Wachstum ausrichtung des Konzerns seit 2014 profitiert. De facto
in ausgewählten Fokusmärkten, zweitens eine Verbes- wird die Gardena-Division aktuell fast wie ein selbstän-
serung der Kostenstrukturen zur Freisetzung des not- diges Unternehmen geführt. Das ist eine Aufwertung,
wendigen Investitionsvolumens, drittens Umsetzung des die man auch spürt, wenn man durch die Ulmer Zentra-
Geschäfts mit dem „automatischen Garten“, viertens Ex- le geht. Das Top-Management spricht heutzutage auch
zellenz beim Marktauftritt und fünftens digitale Exzellenz wieder deutlich mehr über die Marke Gardena und de-
und Wachstum im Online-Bereich. Der Geschäftserfolg ren Kunden und Konsumenten als früher. Auf der Home-
sei, so die Gardena-Spitze, derzeit noch zu sehr abhän- page des Mutterkonzerns werden die Hauptwettbewer-
gig vom Umsatz in den etablierten Kernmärkten, den ber von Gardena aufgezählt: neben Private Labels/Han-
Wasserprodukten, dem Vertriebskanal Baumarkt und delsmarken vor allem Hozelock, Fiskars, Kärcher und
allem voran vom Wetter. Rund 90 Prozent des Garde- Bosch – keine schlechte Namen.
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