Pressemeldungen

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18. August 2025

Minusjahr – Erneuter Rückschlag für Baumärkte

Leichtes Wachstum nur im Ausland

Auch 2024 brachte der Baumarktbranche in Deutschland nicht die erhoffte Wende. Nach dem historischen Einbruch im Jahr 2023 ging es mit einem nominalen Minus von 0,8 Prozent erneut bergab. Zwar fiel der Rückgang weniger dramatisch aus als im Vorjahr (-2,9 Prozent), doch markiert das Jahr 2024 dennoch einen entscheidenden Wendepunkt: Erstmals seit dem Corona-Boom liegt die deutsche Branche wieder unterhalb der langfristigen Wachstumslinie von 1999 bis 2019.

Alle Fakten rund um die Baumarktbranche sind in der aktuellen Ausgabe der „Statistik Baumarkt + Garten“ erschienen. Sie bietet auf über 140 Seiten umfassende Zahlen und Analysen zur Markt- und Umsatzentwicklung von Bau- und Heimwerkermärkten sowie Gartencentern in der DACH-Region per 31.12.2024.

Thronwechsel in Deutschland

Nachdem Bauhaus 2023 Obi bereits beim Umsatz in Deutschland überholt hatte, folgt 2024 der Thronwechsel auch im Gesamtumsatz. Bauhaus ist nun größter deutscher Baumarktbetreiber. Ein Ergebnis langfristiger Expansion und zugleich der Rückzugsstrategie von Obi, insbesondere infolge des Ausstiegs aus dem Russlandgeschäft 2022.

Insgesamt lag der Branchenumsatz in Deutschland mit 24,84 Mrd. Euro rund 80 Mio. Euro unter dem Wert, der sich aus dem langfristigen Trend ergeben hätte. In diesem insgesamt schwierigen Umfeld gelang es insbesondere den „Großen Drei“, sich zu behaupten: Bauhaus, Obi und Hornbach konnten sich mit nominalen Wachstumsraten zwischen 0,0 und 0,5 Prozent dem Abwärtstrend zumindest teilweise entziehen. Zudem stach Sonderpreis Baumarkt mit einem Wachstum von 2,3 Prozent positiv hervor und lag damit als einziger Baumarktbetreiber in Deutschland leicht über der Inflationsrate. 

Wachstum im Ausland, aber nur gedämpft

Auch im Ausland war 2024 für die deutschen Baumarktbetreiber ein durchwachsenes Jahr. Während das Inlandsvolumen schrumpfte, erreichten die deutschen Betreiber im europäischen Ausland beim Umsatz zwar ein Plus von 2,9 Prozent. Allerdings hauptsächlich aufgrund des sehr starken Wachstums bei der Hagebau, die ihren zentralfakturierten Umsatz im Ausland stark ausweiten konnte.* Ohne diesen Effekt wäre 2024 das Jahr mit dem niedrigsten Wachstum seit 1999 gewesen.

Als einziger deutscher Betreiber erreichte Hornbach ein nennenswertes Plus, das bei 2,4 Prozent oder 86 Mio. Euro lag. Ebenfalls im Plus schnitten Bauhaus mit 1,0 Prozent oder 38 Mio. Euro und Obi mit 0,4 Prozent oder 17 Mio. Euro ab. Fast alle anderen Betreiber lagen 2024 mit ihrem Auslandsgeschäft im Minus.

Leichter Zuwachs bei Verkaufsfläche und Standort

Die Anzahl der Baumärkte in Deutschland blieb 2024 nahezu stabil (-3 Standorte), ebenso die Verkaufsfläche (± 0 Prozent). Im Ausland stiegen die Anzahlen der Baumarkt-Standorte (+ 6 Standorte) sowie der Verkaufsfläche (+ 1,1 Prozent) leicht. Die Verkaufsfläche und Flächenproduktivität wird in der neuen Ausgabe der „Statistik Baumarkt + Garten“ erstmals in einer neuen Darstellung analysiert: Mit direkt vergleichbaren Verkaufsflächen und Umsätzen der Top-Betreiber auf eigenen Sonderseiten.

Gartenhandel leicht im Plus

Der deutsche Gartenhandel konnte 2024 ein kleines Umsatzplus von 1,0 Prozent verbuchen. Von 16 deutschen Gartencenterbetreibern lagen zwölf mit ihrem In- und Auslandsgeschäft im Plus und vier im Minus. Die höchsten Zuwächse erzielten dabei Hornbach (+45 Mio. Euro), Bauhaus (+25 Mio.) und Obi (+23 Mio.) – allesamt eigentlich Baumarktbetreiber. Prozentual lag ZG Raiffeisen mit +3,8 Prozent vorn, unter den Gartenfachhändlern überzeugten Pflanzen-Kölle und Blumen Risse mit 2,7 bzw. 2,4 Prozent Plus. Die Zahl der Standorte sank national wie international um 0,5 Prozent auf 3.694 Märkte.

Online-Handel nach dem Boom im Normalmodus

Nach den explosionsartigen Zuwächsen der Corona-Jahre hat sich das Wachstum im E-Commerce 2024 deutlich verlangsamt. Laut Branchenanalyst Klaus Peter Teipel legte der Online-Umsatz im DIY-Kernsortiment nur noch um moderate 2,1 Prozent zu – eine Entwicklung, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit einem Plus von 3,2 Prozent ähnlich einordnet. Besonders stark performte das Gartensortiment mit 3,6 Prozent Wachstum, während der Heimwerkerbereich mit +1,7 Prozent nur verhalten zulegte. Auffällig: Wachstum verzeichneten 2024 ausschließlich Online-Marktplätze, während sowohl Online-Pure-Player als auch Multichannel-Anbieter Umsatzrückgänge hinnehmen mussten.

In Statistiken, Grafiken, Tabellen und Karten fasst die jährlich im Dähne Verlag erscheinende Statistik Baumarkt + Garten alle wichtigen Daten wie Umsätze, Verkaufsflächen und Standorte zusammen. Zudem werden die Standorte mit Heimtierabteilungen sowie die Mitarbeiterzahlen und E-Commerce-Umsätze der Branche erfasst. Die neue Ausgabe Statistik Baumarkt + Garten DACH 2025 kann ab sofort bestellt werden unter www.diyonline.de/statistik.

Herausgegeben wird sie vom Dähne Verlag aus Ettlingen. Das 1970 gegründete Familienunternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Fachpublikationen für die Baumarkt- und Gartencenter-Branche sowie für den Zoofachhandel und Heimtiermarkt.

www.diyonline.de/statistik
*Korrektur (25. August 2025): In einer früheren Version dieser Meldung stand „Allerdings hauptsächlich aufgrund eines statistischen Sondereffekts bei Hagebau, die ihre Unternehmenszahlen neu bewertet haben.“ Dies war nicht korrekt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

14. Oktober 2024

Internationaler Home Improvement-Markt schrumpfte 2023 um 3,9 Prozent

Baumärkte spüren die Krisen

Der weltweite Home Improvement-Markt hat 2023 ein schweres Jahr erlebt und ein Niveau von 667,0 Mrd. Euro erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies für die Baumarktbranche ein Schrumpfen um 3,9 Prozent. Dem Rückgang ging ein Wachstum des weltweiten Marktes um insgesamt 35,4 Prozent zwischen den Jahren 2019 und 2022 voraus, was einer jährlichen Wachstumsrate von 10,6 Prozent entspricht.

Vor einem noch stärkeren Rückgang wurde der Weltmarkt in Euro gerechnet nur durch ein Wachstum von 4,1 Prozent in der Region Asien/Pazifik bewahrt – und hier im speziellen China mit plus 11,3 Mrd. Euro (+9,1 Prozent) im Jahr 2023. Alle anderen Weltregionen lagen im Minus. Besonders stark ging es dabei in Euro für die Regionen Afrika/Naher Osten mit minus 12,6 Prozent (Vorjahr: minus 1,1 Prozent) und Nordamerika mit minus 8,4 Prozent (Vorjahr: plus 18,9 Prozent) abwärts. Ebenfalls geschrumpft, wenn auch weniger stark, ist der Markt in Euro in Lateinamerika mit minus 4,8 Prozent (Vorjahr: plus 4,9 Prozent) und Europa mit minus 3,5 Prozent (Vorjahr: plus 6,3 Prozent).

„2023 war kein gutes Jahr für die weltweite Home Improvement-Branche“, erklärt Michael Greiner, verantwortliche Redakteur im Dähne Verlag für den neuen Home Improvement Report. „Nachdem die Branche während der Corona-Krise und kurz danach weltweit einen außergewöhnlichen Boom erlebt hat, sehen wir nun zeitverzögert den Tribut, den die multiplen Krisen weltweit auch den Baumärkten und der Home Improvement-Branche auferlegen.“

Die Zahlen stammen aus dem neuen Home Improvement Report Retail Worldwide, der in Zusammenarbeit zwischen den internationalen Baumarkt-Handelsverbänden Edra/Ghin, dem internationalen Herstellerverband Hima und dem Dähne Verlag entstanden ist.

„Gerade in turbulenten Zeiten sind verlässliche Zahlen besonders wertvoll. Auch diese Ausgabe des Home Improvement Reports geht daran, die weltweite Handelslandschaft akkurat zu vermessen und valide aufzuarbeiten“, sagt Reinhard Wolff, Präsident des internationalen DIY-Herstellerverbands HIMA (Home Improvement Manufacturers Association). „Ein besonderer Dank gilt dabei wieder unseren Partnern auf Verbandsseite und den vielen Unternehmen weltweit, die durch das Bereitstellen ihrer Zahlen zum Entstehen des neuen Reports beigetragen haben“, erklärt John Herbert, Geschäftsführer des internationalen DIY-Handelsverbands Edra/Ghin (European Home Improvement Association / Global Home Improvement Network).

Der insgesamte Anstieg in China 2023 mit plus 9,1 Prozent geht auf Zahlen der nationalen Statistikbehörde über Direktverkäufe von Fabriken und ihnen angeschlossenen Vertriebsstrukturen an Endkonsumenten, Handwerker und Bauunternehmen zurück. Diese stiegen im vergangenen Jahr um 16,3 Prozent auf 113,7 Mrd. Euro. Der von der Statistikbehörde separat ausgewiesene Einzelhandelsumsatz im Home Improvement Bereich sank hingegen 2023 um 17,4 Prozent auf 21,6 Mrd. Euro.

Weltregionen nur in Asien im Plus

Auch 2023 lag der mit Abstand größte Markt für die Home Improvement-Branche mit 308,7 Mrd. Euro in Nordamerika. Jedoch schrumpften die Umsätze in Euro gerechnet hier um 8,4 Prozent. Real und in lokaler Währung schaffte es nur Mexiko zu einem Wachstum, während die Vereinigten Staaten und Kanada schrumpften. In Mexiko ging es um 3,5 Prozent aufwärts. Im Welt-Leitmarkt USA ging es 2023 real und in lokaler Währung um 9,9 Prozent nach unten und in Kanada um 7,4 Prozent.

In der zweitgrößten Weltregion Asien/Pazifik sah die Entwicklung anders aus. Mit Indonesien (+24,4 Prozent), China (+17,9 Prozent) und Thailand (+9,2 Prozent) lagen gleich mehrere größere Home Improvement-Märkte real und in lokaler Währung stark im Plus. China hat sich mit einem Marktvolumen von rund 136 Mrd. Euro an zweiter Stelle hinter den USA mit rund 278 Mrd. Euro etabliert.

Auf dem europäischen Kontinent wuchs der Home Improvement-Markt real am stärksten in Bulgarien mit 10,8 Prozent, gefolgt von Portugal mit 5,0 Prozent und Russland mit 3,5 Prozent. Für die größten europäischen Märkte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ging es real um 9,6, 8,7 und 7,8 Prozent nach unten. In Deutschland erwirtschaftete die Branche 2023 insgesamt 28,9 Mrd. Euro, in Frankreich 21,8 Mrd. Euro und im Vereinigten Königreich 16,7 Mrd. Euro. Am heftigsten war das Minus im Osten Europas. In Weißrussland ging es um 35,6 Prozent nach unten, in Litauen um 32,9 Prozent und in Finnland um 23,7 Prozent.

Ebenfalls schlecht sah die Entwicklung 2023 bei den großen Home Improvement-Händlern aus. Mit der Groupe Adeo und ihren 0,9 Prozent Plus gab es nur ein Unternehmen unter den Top 20 Home Improvement-Händlern weltweit mit nominalem Wachstum, alle anderen 19 Unternehmen schrumpften beim Umsatz im vergangenen Jahr. Insgesamt vereinten die Top 20  Handelsunternehmen 2023 einen Umsatz von 384,2 Mrd. Euro auf sich. Angeführt wird die Liste erneut von Home Depot mit 141,2 Mrd. Euro und Lowe’s mit 79,9 Mrd. Euro aus den USA, gefolgt von der Groupe Adeo mit 31,8 Mrd. Euro aus Frankreich.

Einzigartige Statistikwerke

Der neue Home Improvement Report Retail Worldwide umfasst mehr als 300 Seiten und wurde nun das zweite Jahr in Folge in enger Zusammenarbeit zwischen den weltweiten Handels- (Edra/Ghin) und Industrieverbänden (Hima) und dem Dähne Verlag erarbeitet. Der Report 2024 basiert auf Zahlen zu 621 Home Improvement-Vertriebslinien aus 72 Ländern weltweit und bildet damit auf einzigartige Weise die Entwicklung der weltweiten Baumarktbranche ab.

Neben dem neuen Home Improvement Report Retail Worldwide ist ebenfalls im Dähne Verlag die dahinterliegende Datensammlung Home Improvement Retailers Worldwide in den Versionen Europa und Weltweit erschienen. Diese untersucht im Detail 650 Handelsunternehmen weltweit in Bezug auf Umsätze, Standorte und Verkaufsflächen und gibt für jedes Home Improvement-Unternehmen eine Übersicht über seine internationale Vertriebslinien- und Konzernvernetzung. Weiter enthält die Datensammlung Einträge über 1.300 Managementfunktionen der weltweiten Handelsunternehmen sowie die Adressen der Firmenzentralen.

Der neue Home Improvement Report 2024 und die Datensammlung Home Improvement Retailers 2024 können einzeln oder im Paket über den Dähne Verlag bestellt sowie für Verbandsmitglieder über Edra, Ghin und Hima bzw. deren nationale Verbände bezogen werden.

 www.diyonline.de/report

18. Juli 2024

Rekord-Umsatzminus beschert Baumärkten schwarzes 2023

Neuer Spitzenreiter im Umsatzranking

Mit einem Minus von 2,9 Prozent beim Umsatz in Deutschland und Europa war 2023 für die Baumarktbranche das schlechteste Jahr seit Beginn der Datenerhebung 1994. In Deutschland lagen die Umsätze der DIY-Branche zu Ende 2023 dennoch leicht über der durchschnittlichen Wachstumslinie der Jahre 1999 bis 2019 – dem letzten Jahr vor Corona, Inflation und Ukrainekrieg.

Seit Ende Mai 2024 ist die neue Ausgabe der „Statistik Baumarkt + Garten“ erhältlich. Sie liefert umfangreiche Zahlen und Analysen zur Markt- und Umsatzentwicklung von Bau- und Heimwerkermärkten sowie Gartencentern in der DACH-Region per 31.12.2023.

Für die deutsche Baumarktbranche war 2023 ein schwarzes Jahr. Nachdem sie sich 2020 noch über ein Rekord-Boomjahr freuen konnte, folgte nun der Einbruch: Die Umsätze gingen im In- und Ausland mit 2,9 Prozent rekordverdächtig zurück.  Im Gegensatz zu den bisherigen Rekordminusjahren 2014 (Inflation 1,0 Prozent) und 2021 (Inflation 2,9 Prozent) kam zudem eine historisch hohe Inflationsrate von 5,9 Prozent hinzu. In realen Zahlen war das Minus der DIY-Branche mit 1,127 Mrd. Euro so hoch wie nie.

Am stärksten an realem Umsatz mussten 2023 Obi und Bauhaus einbüßen mit 514 bzw. 130 Mio. Euro. Obi war im In- und Ausland dennoch wieder der größte Baumarktbetreiber mit rund 8,2 Mrd. Euro Umsatz und einem Minus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gefolgt von Bauhaus mit rund 7,7 Mrd. Euro und einem Minus von geschätzt 1,7 Prozent sowie Hornbach mit 6,8 Mrd. Euro und einem Minus von 1,4 Prozent.

Für die Umsatz-Spitze in Deutschland gab es 2023 eine Neuerung: Teilten sich im Jahr 2022 noch Obi und Bauhaus den ersten Platz mit jeweils 4,4 Mrd. Euro, ist Bauhaus im Jahr 2023 erstmals mit rund 4,3 Mrd. Euro an Obi mit rund 4,2 Mrd. Euro vorbeigezogen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Bauhaus mit minus 2,0 Prozent weniger an Umsatz einbüßen musste als Obi mit 4,8 Prozent.

Insgesamt mussten 16 Baumarktbetreiber der Top 20 in Deutschland 2023 ein Umsatz-Minus verkraften, das zwischen 1,0 und 7,4 Prozent lag. Eine positive Umsatzentwicklung schafften lediglich Globus Baumarkt, Sonderpreis Baumarkt, der Einzelhandel der Agravis und der Nordhessische Baustoffmarkt (DIY-Geschäft).

Dennoch verlief das Geschäft für die deutschen Betreiber 2023 im Inland besser als im Ausland: Hatte in den vergangenen Jahrzehnten das Hauptwachstum der Baumarktbetreiber meist im Ausland stattgefunden, schrumpften die Umsätze hier im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 12,2 Mrd. Euro. Dies war das schlechteste Jahr seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1999, abgesehen von den Jahren der Praktikerpleite und ihrer Nachwehen 2014 und 2015. Während im Ausland also ein historisches Minus erreicht wurde, sanken die Umsätze in Deutschland weniger stark.

Auch für den deutschen Gartenhandel war 2023 ein schlechtes Jahr, wenn auch weniger stark als für die Baumarktbranche. Im deutschen und europäischen Geschäft schnitt man mit minus 1,1 Prozent beim Umsatz ab. Dabei fällt auf, dass die Umsatz-Entwicklung der Unternehmen teilweise stark untereinander abweicht. Während zu Ende 2023 von den 16 deutschen Gartencenter-Betreibern 14 ein Minus verzeichnen mussten, stiegen die Umsätze bei der Sagaflor laut eigener Aussage um 10,4 Prozent im prozentual zweistelligen Bereich. Auch Globus Baumarkt konnte mit 7,3 Prozent außergewöhnlich stark zulegen.

 In Statistiken, Grafiken, Tabellen und Karten fasst die jährlich im Dähne Verlag erscheinende Statistik Baumarkt + Garten alle wichtigen Daten wie Umsätze, Verkaufsflächen und Standorte zusammen. Zudem werden die Standorte mit Heimtierabteilungen sowie die Mitarbeiterzahlen und E-Commerce-Umsätze der Branche erfasst. Die neue Ausgabe Statistik Baumarkt + Garten DACH 2024 kann ab sofort bestellt werden unter www.diyonline.de/statistik.

Herausgegeben wird sie vom Dähne Verlag aus Ettlingen. Das 1970 gegründete Familienunternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Fachpublikationen für die Baumarkt- und Gartencenter-Branche sowie für den Zoofachhandel und Heimtiermarkt.

 www.diyonline.de/statistik

29. September 2023

Neuer Home Improvement Report mit mehr Datenfülle und Transparenz

Weltweiter Home-Improvement-Umsatz lag 2022 bei über 696 Mrd. Euro

Der weltweite Umsatz des Home-Improvement-Handels lag im Jahr 2022 bei über 696,5 Mrd. Euro und wuchs damit im Vergleich zum Jahr 2021 um rund 10,4 Prozent. Die Zahl geht aus dem neuen Home Improvement Report Retail Worldwide hervor, der in enger Kooperation zwischen den weltweiten Handels- und Herstellerverbänden EDRA/GHIN und HIMA sowie dem Dähne Verlag entstanden ist. Herausgegeben wird der neue Report im Jahr 2023 erstmals vom Dähne Verlag.

Wie in den Vorjahren entfiel mit über 336 Mrd. Euro (rund 48 Prozent Weltmarktanteil) auch 2022 der Großteil des weltweiten Umsatzes im Home-Improvement-Handel auf die Region Nordamerika. Erstmals landete die Region Asien/Pazifik mit über 181 Mrd. Euro (rund 26 Prozent Weltmarktanteil) auf dem zweiten Platz vor Europa, das auf über 158 Mrd. Euro kam (rund 23 Prozent Weltmarktanteil) kommt. Mit großem Abstand folgen die Weltregionen Lateinamerika mit über 14 Mrd. Euro (rund 2 Prozent Weltmarktanteil) und Afrika/Mittlerer Osten mit über 5,6 Mrd. Euro (rund 1 Prozent Weltmarktanteil).

John Herbert, Generalsekretär von EDRA/GHIN, sagte: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in Zusammenarbeit mit HIMA und dem Dähne Verlag die detailliertesten Informationen über unsere faszinierende Branche erstellen konnten. Der Bericht gibt einen hervorragenden Überblick über die Welt des Home Improvements und ist ein unverzichtbarer Bezugspunkt für alle Akteure der Branche.“

Piet De Coninck, Geschäftsführer von HIMA, dem internationalen Lieferantennetzwerk, teilt die Vision, dass wir stolz darauf sein können, einen solchen Bericht mit drei Parteien – EDRA/GHIN, Dähne Verlag und HIMA – erstellen zu können. Um mit den Worten einiger HIMA-Mitglieder zu schließen, die im letzten HIMA-Webinar einen Überblick über den Inhalt des globalen Home Improvement Report gegeben haben: „Ein mehr als wertvoller Überblick, eine Pflichtlektüre für alle Unternehmen mit internationalen Geschäftsambitionen“.

Unter dem Home-Improvement-Markt wurden für den neuen Report die Umsätze für Baumärkte, den Baustoffhandel und Einrichtungsmärkte (ohne klassischen Möbelhandel) zusammengefasst. Zusätzlich werden in den 61 untersuchten Ländern die Umsätze für den sogenannten DIY-Markt ausgewiesen, der den Umsatz der Baumärkte abdeckt. Erstmals enthält der neue Report eine auf Quellen basierende, marktbeschreibende Zahl für die Volksrepublik China.

Der neue Report erscheint am 10. Oktober. Er enthält auf rund 300 Seiten im Detail eine Analyse des Home-Improvement-Marktes in 61 Ländern sowie zu den Top 20 Unternehmen weltweit. Laut den Autoren ist das eine bislang einmalige Zusammenstellung. Weiter enthalten sind Analysen zu den fünf Weltregionen sowie Abbildungen zur Inflationsentwicklung und ein neues Management Summary. Für die Analyse werteten die Statistikexperten des Dähne Verlags die Umsätze von 479 Unternehmen aus dem weltweiten Home-Improvement-Handel aus. Hinzu kamen Informationen zur Standortanzahl von 629 und zu Verkaufsflächen von 258 Unternehmen weltweit.

 

 

„Wir sind sehr stolz darauf, mit dem neuen Report der weltweiten Home-Improvement-Branche ein transparentes und solides Zahlenwerk an die Hand geben zu können“, erklärt Michael Greiner, verantwortlicher Redakteur für den neuen Home Improvement Report. „Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit standen für uns im Fokus: Für den ausgewiesenen Umsatz können wir jede Zahl entweder auf eine Quelle zurückführen oder machen eigene Schätzungen und Berechnungen transparent“, so Greiner. Für über 58 Prozent aller ausgewiesenen Unternehmensumsätze liegen die Werte direkt von den Unternehmen vor.

„Auch wenn wir ein belastbares Abbild der Home Improvement Branche vorlegen können, ist bei der Recherche doch deutlich geworden, dass die Datenbasis weltweit doch sehr unterschiedlich gut ist“, sagt Rainer Strnad, Chefredakteur des internationalen Onlinemagazin diyinternational.com und des deutschsprachigen diy Fachmagazins. Um die unbekannten Teile aus dem Gesamtbild nicht einfach auszublenden, wurde für den neuen Report erstmals ein Datenmodell entwickelt, das den kalkulierten Home-Improvement-Markt für 191 Länder auf Grundlage von Bruttosozialprodukt und Human-Development-Index sowie eines empirischen Index-Wertes aus dem deutschen und europäischen Home-Improvement-Markt im Einzelnen beschreibt. Nach diesem Datenmodell dürfte der kalkulierte weltweite Home-Improvement-Markt 2022 ein voraussichtliches Volumen von 1,376 Bio. Euro aufgewiesen haben.

„Der neue Report ist der erste einer neuen Machart“, sagt Michael Greiner. „Wir haben uns dafür entschieden, klar zu trennen zwischen dem, was wir über die weltweite Branche gesichert wissen und was nicht. In den kommenden Jahren werden wir weiter daran arbeiten, die weißen Flecken zurück zu drängen. Der Leser wird aber hoffentlich bereits jetzt schon das neue Modell, die breitere Datenbasis und größere Transparenz zu schätzen wissen.“

21. März 2023

Die Top 20 deutschen Baumarktbetreiber wachsen um 5,8 Prozent

Obi und Bauhaus teilen sich Spitzenposition auf dem Inlandsmarkt

Der addierte Umsatz der 20 größten deutschen Baumarktbetreiber ist 2022 um 5,8 Prozent gestiegen. Die Spreizung der Wachstumsraten reicht von -8,2 bis +12,0 Prozent. Obi bleibt trotz der Trennung vom Russlandgeschäft das größte deutsche DIY-Handelsunternehmen, muss sich aber auf dem Inlandsmarkt die Spitzenposition jetzt mit Bauhaus teilen.

Die 20 größten deutschen Baumarktbetreiber haben ihren addierten Umsatz im Jahr 2022 um 5,8 Prozent auf 38,436 Mrd. Euro (brutto) gesteigert. Erfasst sind die Umsätze sowohl im In- als auch im Ausland. Diese Zahlen aus der Statistik Baumarkt + Garten DACH 2023 veröffentlicht das diy-Fachmagazin aus dem Dähne Verlag, Ettlingen, vorab. Das statistische Standardwerk der Branche erscheint in seiner aktuellen Ausgabe im Mai.

Das Jahr 2022 wird in der Branche allgemein als schwierig bewertet. Darauf weisen auch die sehr unterschiedlichen Wachstumsraten hin, die außerdem im Verhältnis zur Inflationsrate (in Deutschland 7,9 Prozent im Jahresdurchschnitt) gesehen werden müssen.

Obi ist mit einem Umsatz von 8,664 Mrd. Euro nach wie vor das größte deutsche Baumarktunternehmen. Dass es mit einem Rückgang von 0,3 Prozent als einer der wenigen Player unter den Top 20 ein Umsatzminus zu verzeichnen hat, liegt am Krieg in der Ukraine: Das Unternehmen hat kurz nach Beginn der russischen Aggression seine 27 Märkte in Russland aufgegeben. Auf vergleichbarer Basis wäre der Umsatz um rund 6,5 Prozent gewachsen.

Dagegen hat Verfolger Bauhaus um 8,3 Prozent zugelegt und einen Umsatz von rund 7,850 Mrd. Euro erreicht. Auf dem deutschen Inlandsmarkt liegt Bauhaus jetzt mit dem langjährigen bisherigen Marktführer Obi gleichauf. Beide Unternehmen haben hier rund 4,4 Mrd. Euro umgesetzt; allerdings ist Bauhaus um rund 6,0 Prozent gewachsen, Obi nur um 4,4 Prozent.

Die höchsten Zuwachsraten schreibt Hornbach. Die Nummer drei der deutschen DIY-Branche hat den Umsatz im In- und Ausland insgesamt um 12,0 Prozent auf 6,900 Mrd. Euro nach oben getrieben. Gleich stark, jedoch auf wesentlich niedrigerem Niveau ist das Unternehmen Kaes mit einem Jahresumsatz von 76 Mio. Euro (im Ranking auf Platz 18) gewachsen.

Eine starke Wachstumsrate von 9,7 Prozent hat im Jahr 2022 auch der Hagebau-Einzelhandel mit den Vertriebslinien Hagebaumarkt und Werkers Welt vorzuweisen. Mit einem Umsatz von 3,310 Mrd. Euro behauptet die Kooperation weiterhin Platz vier im Ranking.

Mit einem Plus von 9,0 Prozent ebenfalls stark gewachsen ist das Baumarktgeschäft der Rewe mit den Vertriebslinien Toom und B 1. Zu den größten Gewinnern unter den Top 10 gehört außerdem Globus Baumarkt (plus 8,5 Prozent). Als einziges Unternehmen in dieser Spitzengrupp hat – abgesehen von Obi – die Baustoffhandels- und Baumarktkooperation Bauvista (0,0 Prozent) kein Umsatzwachstum aufzuweisen; sie zählt allerdings auch 37 Standorte weniger als vor einem Jahr. Innerhalb der Top 20 verloren haben Krämer (-3,8 Prozent), die NBB-Bauspezi (-8,2 Prozent) und Leitermann (-3,7 Prozent).

 

In Statistiken, Grafiken, Tabellen und Karten fasst die jährlich im Dähne Verlag erscheinende Statistik Baumarkt + Garten alle wichtigen Daten wie Umsätze, Verkaufsflächen und Standorte zusammen. Zudem werden die Standorte mit Heimtierabteilungen sowie die Mitarbeiterzahlen und E-Commerce-Umsätze der Branche erfasst. Ab Mai erscheint die neue Ausgabe Statistik Baumarkt + Garten DACH 2023 und kann ab sofort vorbestellt werden unter www.diyonline.de/statistik.

Herausgegeben wird sie vom Dähne Verlag aus Ettlingen. Das 1970 gegründete Familienunternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Fachpublikationen für die Baumarkt- und Gartencenter-Branche sowie für den Zoofachhandel und Heimtiermarkt.

 

 

Ansprechpartner:

Redaktion diy – Das Fachmagazin für die Do-it-yourself-Branche

Rainer Strnad

Tel. 07243/575-207

r.strnad@daehne.de

Tabelle: Umsätze der Top 20 (brutto)

Bitte senden Sie ein Belegexemplar an Dähne Verlag, Lisa Danker, Am Erlengraben 8, 76275 Ettlingen oder per E-Mail an l.danker@daehne.de