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                                    SchwerpunktthemaPflege empfehlenswertIm %u00dcbrigen ist Cherax wagenknechtae von seinen Anspr%u00fcchen her f%u00fcr die Aquarienhaltung besser geeignet als Krebse aus Nordamerika. Cherax aus Australien und Neuguinea m%u00fcssen n%u00e4mlich nicht zeitweise k%u00fchl gehalten werden, denn sie vertragen dauerhaft hohe Temperaturen, am besten zwischen 22 und 26%u2009%u00b0C. Der pH-Wert darf im Aquarium h%u00f6her liegen als in dem von Lukhaup und Eprilurahman geschilderten Bach und kann bis 7,5 betragen. Allerdings sollte das Wasser weitgehend frei von Nitrat und auch ansonsten unbelastet sein, was einen regelm%u00e4%u00dfigen Wasserwechsel und eine effektive Filterung bedingt. Was die Vergesellschaftung angeht, sind papuanische Cheraxgegen%u00fcber Artgenossen wenig aggressiv, wenn gen%u00fcgend Versteckm%u00f6glichkeiten vorhanden sind und ihr Aquarium gro%u00df genug ist, also mindestens 100 cm Kantenl%u00e4nge hat. Und sie vergreifen sich normalerweise auch nicht an Fischen. Zumindest tags%u00fcber stehen ihre Chancen, einen Fisch zu erbeuten, sowieso eher schlecht.Schon wegen ihres %u201egewichtigen%u201c K%u00f6rperbaus sind sie nicht sehr behende, weshalb sie %u00fcbrigens auch nicht so leicht aus dem Aquarium klettern k%u00f6nnen, und ihre wuchtigen Scheren sind zum schnellen Greifen von flinken Fischen kaum geeignet. Allerdings kann man nicht ausschlie%u00dfen, dass sie vielleicht einmal nachts einen schlafenden Fisch %u00fcberrumpeln k%u00f6nnen. In jedem Fall kann man sie mit nicht zu kleinen Buntbarschen vergesellschaften. Und obwohl die Tiere ab und zu an verrottendem oder weichem Pflanzenmaterial herumknabbern, kann man ihr Aquarium mit harten Pflanzen dekorieren. Auch sollte man vegetarische Kost anbieten, etwa Salat- oder Spinatbl%u00e4tter, %u00fcberbr%u00fchte Kohlbl%u00e4tter und mehr. Im Grunde sind sie Allesfresser, die in der Natur Detritus, Algen, aber auch Aas, kleine Wasserbewohner, W%u00fcrmer und Insektenlarven fressen. Man kann j%u00fcngeren Krebsen industriell hergestelltes Fischfutter (Futtertabletten) aus dem Fachhandel, aber auch Frostfutter anbieten, wie M%u00fcckenlarven, Artemia, Mysis, Krill, gehacktes Muschelfleisch und zerteilte Stinte. %u00c4ltere CheraxPapua bevorzugen eine eher pflanzlich orientierte Kost.Selbst die Zucht ist kein besonderes Problem: Begattete Weibchen legen gro%u00dfe, kugelige Eier, die sie unter dem Hinterleib an den Pleopoden (Schwimmf%u00fc%u00dfen) mit sich herumtragen und die sich %u2013 je nach Temperatur %u2013 innerhalb von etwa vier bis sechs Wochen auf direktem Weg zu voll ausgebildeten Krebskindern entwickeln.Ihre F%u00fctterung ist einfach, denn sie nehmen dasselbe Futter wie die Alttiere. Leider kommt es aber unter den Heranwachsenden, die sich immer wieder h%u00e4uten m%u00fcssen, um zu wachsen, h%u00e4ufig zum Kannibalismus, weshalb viele enge Verstecke n%u00f6tig sind, wenn man eine gr%u00f6%u00dfere Anzahl Jungtiere aufziehen will. Text & Fotos: Uwe WernerAuch die %u201eBlue Brick%u201c-Krebse beeindrucken durch ihre intensiveFarbgebung.Abgebrochene Gliedma%u00dfen %u2013 hier der untere Teil eines Beines %u2013 werden bei der n%u00e4chsten H%u00e4utung ersetzt. 3/202529
                                
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