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entsalzung (Ionenaustauscher) weitgehend abgel%u00f6st, denn das l%u00e4stige und aufw%u00e4ndige Regenerieren mit Salzs%u00e4ure und Natronlauge entf%u00e4llt bei der Umkehrosmose komplett.Wasser sparenEin erheblicher Teil des Wasserverbrauchs bei einer gut gewarteten Umkehrosmoseanlage geht auf das Konto der Membransp%u00fclung. Alle Hersteller empfehlen mehr oder weniger lange und h%u00e4ufige Sp%u00fclungen als wichtigste Wartungsarbeit f%u00fcr ihre Anlagen.Es gibt jedoch eine M%u00f6glichkeit, diese normalerweise sinnvollen Sp%u00fclvorg%u00e4nge auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, ohne der wertvollen Membran zu schaden. Das funktioniert recht einfach:%uf07dNach dem normalen Einsatz der Anlage l%u00e4sst man noch etwa einen Liter Permeat (Reinwasser) produzieren, das man in einen separaten Beh%u00e4lter laufen l%u00e4sst.%uf07dIn diesem Reinwasser bleibt der Permeat-%u00adSchlauch, der fixiert wird, damit keine Luft eindringen kann. Dieser Punkt ist sehr wichtig (siehe Bild, Becherglas links, wei%u00dfer Schlauch).%uf07dDen Abwasserschlauch bel%u00e4sst man an seiner normalen Position. Will man die Vorg%u00e4nge kontrollieren und %u00fcberpr%u00fcfen, kann man die im Bild gezeigte Versuchsanordnung nachbauen.%uf07dNun wird der Zulauf (Wasserhahn) geschlossen und die Schl%u00e4uche bleiben in ihrer Position. Jetzt dringt Permeat in der umgekehrten Richtung wieder in das Membranmodul ein und erh%u00f6ht den Druck auf der Konzentratseite, sodass Konzentrat abflie%u00dft, bis es innerhalb der Anlage zum Ausgleich der Konzentrationsunterschiede kommt.Auf diese Weise kann es kaum zur gef%u00fcrchteten Verblockung durch Bildung von Kalkablagerungen kommen. Sicherheitshalber sollte ab und zu dennoch kurz gesp%u00fclt werden, um einer Verkeimung und der Ablagerung anderer Partikel auf der Membran vorzubeugen. Diese Sp%u00fclvorg%u00e4nge k%u00f6nnen dann allerdings sehr kurz sein. Insgesamt spart man einen Gro%u00dfteil des Sp%u00fclwassers, und wahrscheinlich ist bei dieser Methode eine Verblockung der Membran fast ausgeschlossen.Die Vorg%u00e4nge lassen sich am einfachsten mit der Messung der elektrischen Leitf%u00e4higkeit beschreiben. Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurden mit unserer Anlage (Dennerle Osmose 190 Professional) folgende Messwerte ermittelt:%uf07d%u2009%u2009%u2009Rohwasser (Leitungswasser) 535 %u00b5S/cm%uf07dPermeat (Reinwasser) 16 %u00b5S/cm (linkes Becherglas)%uf07d%u2009%u2009%u2009%u2009Konzentrat (Abwasser) 762 %u00b5S/cm%uf07dKonzentrat (Abwasser) 427 %u00b5S/cm (rechtes Becherglas, bereits durch Reinwasser verd%u00fcnnt)Wir wenden diese Methode seit ca. zwei Jahren ohne erkennbare Nachteile unter den hier herrschenden Rahmenbedingungen an und haben die Dokumentation mit gr%u00f6%u00dftm%u00f6glicher Sorgfalt erstellt. Dennoch m%u00fcssen wir jegliche Haftung f%u00fcr eventuelle Sch%u00e4den ausschlie%u00dfen.Text und Fotos: Bernd KaufmannLinks das Becherglas mit dem Reinwasser (16 %u00b5S/cm), rechts das (bereits verd%u00fcnnte) Konzentrat 427 %u00b5S/cm.Eine einfache und preiswerte Umkehrosmoseanlage.Bernd Kaufmann, (Jahrgang 1946) Fachbuchautor f%u00fcr Aquaristik, spezialisiert auf Algen, seit %u00fcber 50 Jahren beruflich in der Aquaristik t%u00e4tig, wohnt in Aalen. 3/202565

